Regelungen für Messen unter Corona

Aufgrund aktueller Änderungen für die Liturgie im Bistum Regensburg gibt es ab sofort in der Pfarrei St. Johann  Hainsbach-Haindling neue, gelockerte Bedingungen. Allerdings müssen dabei die staatlichen Bedingungen eingehalten werden. Der Mindestabstand von zwei Metern in alle Richtungen wird auf 1,5 Metern verkürzt. So gilt für jede Kirche, je nach ihrer Größe, eine Zugangsbeschränkung, die den nötigen Abständen von 1,5 Metern zwischen den Gläubigen garantiert. Dadurch erhöht sich die Begrenzung der Anzahl an Gläubigen in den Kirchen in Haindling und Hainsbach auf jeweils 48 Gläubige. Gläubige, die im gleichen Haushalt leben, müssen diesen Abstand nur zu anderen Kirchenbesuchern einhalten, nicht aber zu den Mitgliedern ihres Haushalts. Die Verwendung einer einfachen Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) ist für die Gottesdienstteilnehmer verpflichtend, auf dem Weg zu ihrem Platz und sobald sie diesen verlassen. Die Kirche darf nur in geregelten Abständen betreten werden. Handdesinfektion wird in der Kirche zur Verfügung gestellt. Gotteslob ist bei Bedarf von jedem selber mitzubringen. Eine Anmeldung ist nicht mehr erforderlich.

 

Pfarrbrief der Pfarrei St. Johann Hainsbach - Haindling

Der Pfarrbrief der Pfarrei St. Johann Hainsbach-Haindling erscheint gewöhnlich alle vier Wochen. Neben der Übersicht über die Feier der Gottesdienste finden Sie auch weitere wichtige Hinweise zum Pfarrgemeindeleben und der Pfarrei.
Sie können den aktuellen Pfarrbrief in den Kirchen der Pfarrei mitnehmen oder hier herunterladen.

Aus datenschutzrechtlichen Gründen kann die Feier einer hl. Messe oder eines hl. Amtes im Pfarrbrief, in der Presse und im Internet nur veröffentlicht werden, wenn dazu ein schriftliches Einverständnis vorliegt. Der entsprechende Vordruck liegt in beiden Kirchen zur Abholung bereit und kann auch hier heruntergeladen werden.

   Pfarrbrief

   Messeinschreibezettel

                     Innenrenovierungen der Wallfahrts- und Kreuzkirche sind abgeschlossen                                                                       

Erstmalig wurde das Restaurierungsvorhaben im Jahr 1989 durch eine Befunduntersuchung am Hochaltar vorbereitet. In den nachfolgenden Jahren konnte trotz des dringend gebotenen Konservierungsbedarfs jedoch keine Umsetzung erfolgen, weil die Eigenmittel der Kirchenstiftung nicht gesichert werden konnten. Der sich dramatisch verschlechternde Zustand führte 2011 zu einem nochmaligen Anlauf, initiiert durch das Bischöfliche Baureferat.

Umfassendes Vorprojekt

Im Rahmen des Vorprojekts wurden umfassende  restauratorische Voruntersuchungen durchgeführt, um darauf aufbauend ein Instandsetzungskonzept zur Restaurierung der gesamten Ausstattung der Wallfahrtskirche zu entwickeln. Der Schwerpunkt der vertiefenden Vorbereitung lag auf den furnierten Altären und der Kanzel. Neben den bereits vorliegenden Untersuchungen und Stellungnahmen aus den vergangenen Jahren sollte mit einer erweiterten Befundung auch die praktische Machbarkeit der geplanten Restaurierungsmaßnahmen erarbeitet werden. Besonders kompliziert ist dabei der restauratorische Umgang mit den extrem dünnen sogenannten Hobelfurnieren, die durch die Maßnahme in 1957 und durch die raumklimatische Problematik extrem geschädigt sind. Zur Erprobung möglicher konzeptioneller Wege wurden an ausgewählten Flächen mit unterschiedlichen Schädigungsgrad Arbeitsproben angelegt, die nun die Basis für den Finanzierungsplan legen.

Mittel nachhaltig einsetzen

Die Maßnahme soll durch eine vollständige Erneuerung der Elektroinstallation, einer Erneuerung der Heizung, den Einbau einer gesteuerten Fensterlüftung und einer UV - Schutzverglasung ergänzt werden, um die Nachhaltigkeit der eingesetzten Mittel zu stärken.

Ergänzend dazu erfolgte im Wintersemester 2014/2015 eine Untersuchung der überfassten Sockelleisten an den Seitenaltären, die im Rahmen einer Projektarbeit der TU München unter Begleitung der Restaurierungswerkstätten der BLfD durchgeführt wurde. Ziel der Untersuchungen war festzustellen, in welchem Umfang noch Reste des Hobelfurnieres der profilierten Sockelzone vorhanden sind und mit welchen Methoden diese substanzschonend freigelegt werden können.

Die im Zeitraum 2015 - 2019 geplanten Arbeiten erfolgen in enger fachlicher Abstimmung mit dem Bischöflichen Baureferat des Bistums Regensburg und dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege. Die Bearbeitung der holzsichtigen Ausstattung soll in vier Jahresabschnitten erfolgen.

Ablaufplan der Arbeiten

Im ersten Abschnitt werden im Jahr 2016 die Restaurierungsarbeiten am Kirchengestühl im Kirchenschiff, auf den Emporen sowie am Chorgestühl, den Beichtstühlen und den Altarschranken durchgeführt. Im zweiten Abschnitt werden die Kanzel und die nördlichen Seitenaltäre bearbeitet, im dritten Abschnitt der Hochaltar und im vierten Abschnitt die südlichen Seitenaltäre sowie die Sockelzone des Hochaltares. Für die anstehende Restaurierung des Kirchenraumes wurde ein Konzept entwickelt, das den überkommenen Zustand respektiert.

Das gesamte Projekt in Haindling, erklärt Baudirektor Höschl vom Bischöflichen Baureferat, geht auf eine lange Zeit zurück. Es war einfach für die Pfarrgemeinde nicht möglich, diese Maßnahme alleine finanziell zu stemmen. Von daher sind die Beteiligten sehr froh, dass das Projekt durch die Jahre eine öffentliche Aufmerksamkeit bekommen hat, denn wir sprechen insgesamt von einem Volumen von € 2,8 Millionen, die notwendig sind, um diese wertvolle Ausstattung und das Gebäude wiederherzustellen. Dafür waren Fördermittel nötig. Die Messerschmitt Stiftung hat dabei eine herausragende Rolle eingenommen, weil sie sich bereit erklärt hat, mit einem finanziellen Aufwand von € 175.000,00 die Sanierungskosten für den Sebastiansaltar im nördlichen Seitenschiff zu übernehmen. Mit diesem Vorprojekt, das mittlerweile fertiggestellt wurde, konnte über diese Einzelmaßnahme hinaus der gesamte Rahmen für diese Instandsetzung eruiert werden. "Das ist ein positiver Effekt für alle weiteren Restaurierungsleistungen, die hier im Kirchenraum stattfinden werden. So gesehen war dieser Schritt die Initialzündung, um das Gesamtprojekt in Schwung zu bringen. Dafür sind wir der Messerschmitt Stiftung sehr dankbar", erklärt der Bischöfliche Baudirektor. Die Renovierungskosten für den Renaissancealtar in der Kreuzkirche werden ebenfalls von der Messerschmitt Stiftung übernommen.

Die Vergabe, die Beauftragung, die Baubegleitung und Rechnungsprüfung erfolgt in enger Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege.

In Bayern gibt es nicht sehr viele furnierte Altarausstattungen. Insofern stellt Haindling eine Besonderheit dar, weit hinaus über die Grenzen der Diözese, erklärt Dr. Katharina von Miller vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege: "Die Altarausstattung ist etwas ganz Besonderes. Wenn man betrachtet, wie sie im Detail hergestellt wurde, bekommt man einen Eindruck über die große Kunstfertigkeit, die das gemacht haben. Es handelt sich dabei um den Geiselhöringer Kunstschreiner Thomas Lehner. Bei den Restaurierungsarbeiten handelt es sich um drei Altäre: Den Hochaltar und die beiden Seitenaltäre sowie die Kanzel. Das Besondere sei die Gesamtwirkung, die wiederum aus dem Detail entsteht. Ganz wunderbare Furniertechniken wurden kombiniert zu einem großen Ganzen.

Es sind ganz unterschiedliche Hölzer an Stück gesetzt worden, schwärmt die Verantwortliche des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege. Dabei gibt es auch stark geschwungene und gerade Flächen. Hierbei wurde auch differenziert zwischen den damals üblichen Sägefurnieren. Diese sind etwa 3 Millimeter dick und wurden von Hand gesägt, bis zu den Profilen und geschwungenen Säulen, sogenannte Hobelfurniere, die man extra von Hand ausgedünnt hatte, um sie auf die geschwungenen Flächen anbringen zu können. Diese Furniere waren dann nur noch 0,5 Millimeter stark. Alles in allem ein kleines technisches Meisterwerk, so Dr. Katharina von Miller.

Im 19. Jahrhundert haben drei Reparaturmaßnahmen stattgefunden, eine weitere im Jahr 1957. Diese Versuche, die Furniere zu stabilisieren, wurden nach heutigen Erkenntnissen nicht sachgerecht durchgeführt. Man wollte die historischen Überzüge entfernen, obwohl diese einen wichtigen Bestandteil des Gesamtkunstwerks darstellen, denn diese Lacke verleihen den unterschiedlichen Holzarten ein unterschiedliches Tiefenlicht. Durch das Abtragen der Überzüge wurden die dünnen Hobelfurniere abgerissen, Fehlstellen wurden mit Ersatzmaterialen geschlossen, überstrichen und überkittet. Die Restaurierungsarbeiten, die nun durchgeführt werden, umschließen  aber nicht nur die Wiederherstellung der Furniere und der historischen Lacke, sondern auch die Reinigungsarbeiten, die Vergoldungen und die Sanierung der Altarbilder.

Die Maßnahme wird gefördert durch: Diözese Regensburg, Entschädigungsfond, Messerschmitt Stiftung, Bayerische Landesstiftung, Stadt Geiselhöring, Bezirk Niederbayern und Landkreis Straubing-Bogen.

Die aufwendige Innenrenovierung der Wallfahrtskirche befindet sich nun im vierten und letzten Jahr. Der Endzustand ist schon sehr gut erkennbar. Seit Februar 2019 sind die südlichen Seitenaltäre eingerüstet. Bis zum Herbst sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Die Arbeiten am Altar der Kreuzkirche sind im vollen Gange. Die Arbeiten in der Wallfahrts- und Kreuzkirche sind mittlerweile abgeschlossen.